Migrations-Fails & Mystery-Gast
Shownotes
In dieser Folge lösen wir das Rätsel um unseren geheimnisvollen Gast, der spontan für Christoph einspringt. Daniel und unser Gast staunen nicht schlecht, als Matus von einer gewaltigen Migration erzählt, bei der einst alle Prozessinstanzen einer Bank zum Stillstand kamen – und wie man danach die Kurve kriegt, ohne dauerhaft Datenchaos zu verursachen. Dabei kommen ganz unterschiedliche BPM-Engines ins Spiel, die bei falscher oder teurer Lizenzierung selten für kleinere Firmen taugen. Matúš erinnert sich an eigene Alpträume, als er einst Bug-bedingt Prozesse mitten in der Produktion flicken musste. Unser Gast beschreibt zudem ein Java-basiertes Framework namens „Jmix“, das zwar sehr entwicklerorientiert ist, aber Kompromisse bei der benutzerfreundlichen Oberfläche erfordert. Während wir uns über Citizen Developer und wackelige Tabellen-Frontends austauschen, bleibt die Erkenntnis: Migration ist eine Königsklasse im Prozessmanagement – egal ob man Open Source oder teure Enterprise-Lösungen nutzt.
WICHTIG: Schreibt uns eure verrücktesten BPM-Geschichten: Wir anonymisieren alles und garantieren volle Diskretion. Lasst uns zusammen lachen und lernen! Eure Vorschläge für Gäste: Kennt ihr eine Person, die eine echte BPM-Expertin oder ein echter BPM-Experte ist? Dann lasst es uns wissen, wir freuen uns über Empfehlungen!
Abschließende Worte: Danke, dass ihr wieder eingeschaltet habt! Eure Meinung ist uns wichtig! Schreibt uns gerne euer Feedback und eure Gedanken zur heutigen Folge.
Wir hoffen, dass euch diese Folge genauso viel Spaß gemacht hat wie uns. Freut euch auf die nächste Episode, wo wir euch mehr über uns und unsere Erfahrungen erzählen werden. Bleibt neugierig und bis bald!
Kontakt & weiterführende Links: Habt ihr Fragen oder möchtet mehr über die besprochenen Themen erfahren? Kontaktiert uns gerne über unsere LinkedIn-Profile.
Matúš: https://www.linkedin.com/in/matusmala/
Daniel: http://https://www.linkedin.com/in/danielmatka/
Christoph: https://www.linkedin.com/in/christoph-piller-0a1687145/
Process Academy: Website
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00:00:01: In der heutigen Episode philosophieren wir über Matus, heißt es in der Migrationstory.
00:00:08: Ich bin da halt tatsächlich ziemlich qualitätsbewusst. Nicht deswegen, weil ich so geboren bin, sondern weil ich tatsächlich eine komplette Bank abgeschossen habe. Das war damals tatsächlich. Ich weiß gar nicht, ob ich schuldig war. Ich weiß nur, dass ich beteiligt war, das zu fixen. Nehmen wir das so, dass ich der war, der das gekriegt hat.
00:00:25: Einen wunderschönen guten Tag, liebe Zuhörende unseres Podcasts. Wir sind die drei Prozessphilosophen. Heute zur 35. Folge am 3. Februar. Wir nehmen spät auf mit einer kleinen Besonderheit. Unser lieber Christoph ist leider persönlich verhindert. Aber liebe Zuhörende, wir haben keine Mühen gescheut und wir haben uns auf die Suche gemacht nach dem einen oder einen der wenigen wirklichen Prozessexperten Experten Prozessautomatisierung Experten aus Deutschland. Und wisst ihr, worüber ich mich am meisten freue? Wir verraten euch nicht, wer es ist. Wir sagen es euch frühestens die nächsten Tage. Und wir machen einen kleinen Challenge draus. Wer von euch ihn an seinem Know how oder an seiner Stimme erkennt, schreibt uns eine kleine Nachricht LinkedIn, WhatsApp. Wie auch immer. Ihr kennt unsere Kanäle. Und dann verlosen wir einen kleinen Gimmick. Aber jetzt starten wir erstmal mit dieser Folge mit der klassischen Frage Matusch, wie geht es dir?
00:01:33: Ich bin fast eingeschlafen. Das längste Intro ever. Nee, alles gut. Ist ein bisschen zu spät. Ich bin auf einer Seite traurig, dass der Prozess wie sagt und so alleine gelassen hat. Auf der anderen Seite haben wir uns.
00:01:50: Schäm dich!
00:01:51: Nein, alles gut, alles gut. Christoph. Jetzt kann man über dich lästern. Auf der anderen Seite haben wir auf der Straße jemanden gefunden, der dich vielleicht ersetzt. Vielleicht sogar besser ist als du. Hahaha. Schauen wir mal! Also ein bisschen spät. Aber sonst? Eigentlich motiviert. Lieber Gast mit dem größten Mikrofon ever. Wie geht's dir?
00:02:17: Ironiefinger?
00:02:19: Tja, mir geht es richtig gut. Ich bin ganz schön groß angekündigt worden hier. Ich freue mich auf jeden Fall hier zu sein. Ich verfolge euren Podcast seit Folge eins. Muss sagen, ich habe nicht alle gehört. Ich glaube die letzte habe ich zum Beispiel noch ausgelassen, aber wird auf jeden Fall noch nachgehört. Schauen wir mal, ob ich mir diese hier anhöre, aber den Inhalt kriege ich hoffentlich so mit. Aber ansonsten geht es mir sehr, sehr gut. Ich war vorhin mit dir beim Japaner, bin jetzt super satt und freue mich tatsächlich auf eine gute Podcastfolge.
00:02:48: Wir entschuldigen uns jetzt schon, wenn die Tonqualität nicht so Burner ist. Wir hatten kleine logistische Probleme, den ein drittes Mikrofon auf die Schnelle zu organisieren. Von daher lassen wir uns mal überraschen.
00:03:02: Ja. Daniel, wie geht es dir?
00:03:06: Mir geht's super. Ich hatte ein sehr abwechslungsreiches Wochenende. Ich war gerade laufen. Deswegen nehmen wir vermutlich relativ spät auf. Deswegen. Also, heute bin ich mal dich. Äh, ja. Die kleine Maus. Von daher. Ich freue mich jetzt auf die Folge. Ich bin motiviert. Ich bin extrem happy, dass die Leute aus der letzten Folge das so gut aufgenommen haben, dass ich zurück im LinkedIn Game bin. Ich habe mich sehr gefreut auf so viel Resonanz und auch mit dieser, ich würde sagen ein kleines bisschen ketzerischen Frage, ob sich so viele. Ob sich der Aufwand für so viele Podcastfolgen gelohnt wurde, mit sehr, sehr vielen super lieben Feedback beantwortet. Ich muss sagen, das ist. Da ist das erste Mal auch wieder in mir extrem So ein bisschen die Demut gewachsen ist. Einerseits, dass wir es machen dürfen. Also dass wir irgendwie das die Möglichkeit haben. Andererseits, dass so viele Leute uns zuhören. Vielen lieben Dank für all das Feedback.
00:04:09: Das kann ich nur bestätigen. Da gibt es auch ein Feedback von letzten Woche. Daniel Und zwar.
00:04:15: Oh.
00:04:16: Wie könntest du die Folge mit Citizen Development Titel nennen? Ich wollte also erstmal.
00:04:23: Ich wollte dich ärgern.
00:04:24: Erstmal Erstmal muss man sagen, dass du komplett vergessen hast, was wir eigentlich ausgemacht haben, weil die Folge sollte heißen Wer ist schuld? Und zweitens die, die mich kennen, wissen, dass ich nicht unbedingt der Fan von dem Begriff Citizen Developer bin. Aber die, die mich kennen, die haben mich direkt gefragt. Ich habe einige Feedbacks bekommen, also danke dafür.
00:04:43: Daniel Bitte schön.
00:04:46: Ja, kommen wir eigentlich dazu? Was habt ihr letzte Woche gemacht? Habt ihr was Spezielles, Besonderes? Lieber Gast, was war dein? Was hast du in deiner Woche gemacht?
00:04:54: In meiner Woche. Also, am Wochenende, war ich Skifahren. Das war ziemlich cool. Und diese Woche bin ich auch noch mal Skifahren. Da freue ich mich extrem. Wird wahrscheinlich nicht mehr so lange gehen, dass man richtig gut Skifahren gehen kann. Deswegen muss ich das noch nutzen, solange es geht. Und ansonsten unter der Woche ziemlich viel gearbeitet, tatsächlich eine große Migration in einem Projekt bei mir durchgeführt. Das war sehr, sehr spannend. Und dann noch die letzten Sachen glattgezogen. Genau. Hatte auch ein bisschen was mit Prozessen zu tun. Tatsächlich heißt ich musste ein paar Prozessinstanzen migrieren, Variablen berichtigen und so alles, was dazugehört. Aber hat am Ende alles gut geklappt und nimmt jetzt auch ganz viel Druck wieder raus, Weil vor so einer Migration ist man dann schon mal so ein bisschen so. Ja, klappt auch alles wird im neuen System auch alles laufen. Und wenn man es dann nicht feststellt, ob irgendwelche Daten fehlen und das zu spät feststellt, dann hat man ein Problem. Deswegen genau bin ich jetzt ein bisschen erleichterter und entspannter als vor der Migration.
00:05:50: Stark, stark.
00:05:52: Heißt so eine Migrationsstory, so eine.
00:05:55: Ich habe sehr viele sehr schlechte und sehr gute. Ja. Willst du hören?
00:06:00: Eine schlechte.
00:06:01: Schlechte?
00:06:02: Ja. Schieß los.
00:06:03: Es ist schon sehr lustig, weil. Ich meine, du hast mich kennengelernt, wo ich ein bisschen erfahren war. Sagen wir so, wo ich gekommen bin. Und eigentlich bin ich der Buhmann, der sagt das soll man vielleicht nachdenken, ob die Modelle gut sind, ob die micrierbar sind, ob die versionierbar sind usw und alle ganze Zeit. Worüber redet er? Was für Version? Was für Migration? Ich modelliere, Dann lasse ich das laufen. Dann ist das fertig, oder? Und ich bin da halt tatsächlich ziemlich qualitätsbewusst. Nicht deswegen, weil ich so geboren bin, sondern weil ich tatsächlich eine komplette Bank abgeschossen habe. Das war mein erstes Projekt.
00:06:42: Wo ist das Geld des BPM Edition?
00:06:45: Hast du sie von innen oder von außen abgeschossen?
00:06:48: Von innen.
00:06:49: Von innen?
00:06:51: Das war damals tatsächlich. Ich weiß gar nicht, ob ich schuldig war. Ich weiß nur, dass ich beteiligt war, das zu fixen. Nehmen wir das so, dass ich der war, der das gefixt hat. Das klingt viel besser, aber ich kann mir vorstellen, dass das ich da einen kleinen Bug gemacht habe. Aber dadurch, dass es keine gibt, die, die das nachweisen können, war ich nicht schuldiger. Also tatsächlich war das so, es war eine der großen Projekte, die ich gemacht habe, damals 40 Leute hier in München bei einem der großen Bank. Was das Bank Softwarehäuser und wir haben das damals mit einer anderen BPM Tool gemacht, mit Inhibit. Damals kann man ja jetzt sagen, ich weiß gar nicht, ob die noch so richtig existieren. Und ja, wir haben das modelliert, was war BPM basiert, aber es war nicht BPM. Das war am Ende so andere Art und wir waren in Produktion. Und durch irgendeinen Bug haben wir einfach alle Prozesse nicht mehr weitergearbeitet. Also alle.
00:07:49: Also das war Ablauf Sollzinsbindung. Kunden waren schon dran, das heißt so in der Risiko Teil war Kunden betroffen? Ja. Kunde ärgert sich. Ja, kann wir Probleme haben? Ja. Und dann haben wir eigentlich herausgefunden okay, das kann man nicht migrieren. Das ist halt so, wie das da umgesetzt ist, nicht möglich. Und man muss verstehen, ich hoffe, dass die Leute sich nicht mehr erinnern können. Aber dann ist mein Projektleiter zu mir gekommen und hat gesagt Was machen wir jetzt? Also jetzt, etwas muss man lösen. Und dann habe ich mir gedacht okay, das kann ich ja hacken. Ich kann quasi einen nächsten Prozess machen, der genau in Mitte von diesen Prozess alle Instanzen neu startet. Das heißt, ich habe quasi ich sage okay, ich kille alle und starte die neu in Mitte. Dafür muss ich den Prozess verändern. Jetzt muss man sich vorstellen, dass in diese Bank eine Auslieferung von Veränderungen bis zu zwei Monate gedauert hat. Wasserfallmodell, alle Freigaben, alles. Die haben das tatsächlich geschafft, dass wir das innerhalb von Halbtag ausprobieren konnten.
00:08:48: Wir haben alle Prozesse bereinigt. Seitdem war ich aber tatsächlich bei acht darauf, dass ich das nie wieder machen will. Und tatsächlich haben die mir auch gesagt Ich darf das nie wieder so machen. Das ist vielleicht deswegen. Also das waren quasi die Migration, die am Ende geklappt hat. Aber wir haben nicht am Anfang darauf gedacht. Also haben wir gedacht, das machen wir dann später. Hat nicht funktioniert, war aber spannend. Also im Nachhinein habe ich daraus gelernt. Danach haben die mich zu Quality Qualitätsingenieur gemacht. Deswegen war ich dann tatsächlich verantwortlich. Verantwortlich dafür, dass wir das nie wieder schaffen. Aber ja, das war spannend. Also das war tatsächlich die schwierigste Teil. Wir haben dann später auch mit Kamera darin gearbeitet und seitdem ist bei mir immer, wenn jemand sagt Lösung ist einfach okay. Wie versioniert ihr das, wie migriert er das? Was passiert mit den Daten usw. Also deswegen kann ich sehr gut nachvollziehen, wenn jemand sagt ich habe Migration geschafft von Process Engine, dass es manchmal nicht klappen muss.
00:09:54: Jetzt verstehe ich einiges, weil wir haben ja auch schon in dem einen oder anderen Projekt zusammengearbeitet Und die Geschichte. Ich kannte sie so ein bisschen, aber jetzt verstehe ich auch, warum dir manche Themen immer noch so extrem wichtig sind beim Aufsetzen von Prozessmodellen und der Gesamtarchitektur und Conventions. Und auch genau dieses Thema Einstieg in Prozesse. Wo muss ein Prozess anfangen können? Kann man auch in der Mitte eine Prozessinstanz anfangen? Ich glaube, in einem unserer vergangenen Projekte hatten wir das gleiche Thema, das wir auch irgendwie migrieren mussten. Und dann war auch dein Vorschlag Ja, warum nicht die Alten schließen und in der Mitte wieder einsteigen? Auch wenn du gerade gesagt hast, du wolltest das damals nie wieder in der Form machen.
00:10:33: Ja, ich meine in der Form, dass ich nie wieder in Produktion reinkommen wollte und alle Prozesse so mit geschlossenen Augen, wo alle wirklich weggeschaut haben, fixen, weil es kann auch schiefgehen. Also es kann wirklich schiefgehen. Ist damals Gott sei Dank geklappt oder hat damals Gott sei Dank geklappt. Aber ja, also ich meine, da hatten wir die gleichen Probleme. Also ich meine die Banken haben sowas wie Fusionen der Fusionen usw und wir haben uns damals auch Gedanken gemacht wie in aller Welt migrieren wir das so, dass wir keine Probleme haben? Es war schwer zu testen. Also es war sehr spannend. Es hat mich sehr viel gelernt. Also das war meine Geschichte. Daniel Mit Migration. Ich habe dann eine zweite erlebt tatsächlich in dein Projekt. Das war auch lustig und zwar lustig.
00:11:17: Weiß ich nicht. Aber hey.
00:11:18: Ja, für mich war die lustig, weil weil ich dann dazu gerufen war. Wenn genau das gleiche passiert ist in Produktion, wo, wo dann, wo dann die Kollegen zu mir gekommen sind und haben gesagt Du, was kann man da tun? Ich schaue mir das an und sage mit Daniel reden, dass die Instanzen verloren sind.
00:11:37: Das war aus der Projektleiter Rolle eine Gänsehaut Situation. Ja, aber hey, ich glaube es sind aktuell super super viele Unternehmen in Transformation in Migration. Ob es eine Migration innerhalb einer Prozess oder einer einer Workflow Engine in sich ist, ob es einer Migration ist, wenn es zu einem Major Update kommt. Ich glaube, alle SAP SV Hana Transformation wissen, worüber ich gerade rede. Wo Millionen und AberMillionen Budget investiert wird. Wie könnte man diese Systeme, die weitestgehend auch auf Prozessen beruhen, migrieren transformieren? Ja, ich glaube, das ist ein extrem großes, ein riesiges Thema. Zumindest sehe ich es lustigerweise auch super viel auf LinkedIn.
00:12:32: Ja, und man schiebt immer nach hinten, weil es theoretisch keinen Mehrwert bringt. Das finde ich das immer cool, wenn man sagt ja, das kann man später anschauen, finde ich immer interessant.
00:12:42: Ich habe gerade überlegt, weil du vorhin schon das Schlagwort Citizen Developer hattest es, und ich glaube, dass tatsächlich dieses Migrationsthema ist in diesem gesamten Umfeld eines der herausforderndsten. Wahrscheinlich im Bereich Citizen Development, weil es einfach ein sehr technisches Thema ist. Also man muss einfach so Grundprinzipien der Informatik verstehen und wissen, was für Konflikte gibt es und die sind als Citizen Developer schwer zu verstehen. Wenn einen die Umgebung nicht dabei unterstützt, sage ich mal, ich glaube, das ist ein Thema, Da haben wir schon öfters drüber diskutiert, was könnten wir machen oder was könnte man machen in so einem Tool, um das besser zu unterstützen, um Migration zum Beispiel zu fördern? Und da habe ich jetzt wenige Tools, sei es im Prozessautomatisierungsumfeld, aber auch in anderen Bereichen gesehen, die dieses Thema richtig schön abbilden. Und ich wüsste jetzt auch nicht, wie man es schafft, das visuell gut zu unterstützen, damit man als jemand, der ein technischer Laie ist, so komplexe Szenarien wie Migrationen, Variablen, Umbenennungen, was weiß ich, alles, was damit einhergeht.
00:13:44: Startpunkt von Prozessen oder andere Stati auf einmal muss der Servicetag doch noch mal aktiviert werden, weil er noch mal ausgeführt werden muss, was auch immer. Dass man das verständlich abbilden kann.
00:13:56: Ja, das ist tatsächlich eine spannende Thema. Wobei ich bin mir nicht sicher, ob das an der Citizen Developer zurückzuführen ist, weil auch gerade bei dieser Bank wir hatten Beispiel ein Architekt, Abteilung, also Abteilung von Softwarearchitekten und wir hatten auch eine Abteilung von Datenbankexperten. Wenn man das jetzt auf klassische Pro Code schlüsselt, sind ja die Variablen in Datenbanken. Kein Entwickler dürfte die Datenbank einfach so verändern. Das heißt, jede Veränderung von Datenbank, das heißt Migration von Daten musste durch ein Datenbank Expert durchgehen. Und das ist das, was aus meiner Sicht bei Ihnen noch ein bisschen fehlt, weil man das so schnell zusammenklicken kann, dass ich die Variable einfach so verändern, dass das viele gar nicht checken, dass es passiert. Und das ist in so ein in Prag nicht möglich, weil ich ein Datenbankupdate machen muss. Und ich glaube mit ein Toolings, Verbesserungen usw kann man das lösen. Aber ja, es ist definitiv eine Herausforderung. Gerade deswegen, weil man daran nicht denkt. Ja, spannende, spannende Thema. Das heißt Leute, studiert weiterhin diesen Developer.
00:15:08: Ist ja nicht euer Problem, Jemand anderes muss das lösen.
00:15:15: Cool, war eine kurze Exkurs. Ähm Leute, wenn ihr dazu Meinungen, Hilfe, Best Practices oder auch mal einfach einen kleinen Fuckup habt, meldet euch gerne. Genau. Mattes, Du meintest, du hast ein Thema für heute. Was du, was dir unbedingt auf der Seele brennt und was zu besprechen möchtest. Ich muss los.
00:15:38: Ich wollte eine lustige Thema, aber du hast noch deine LinkedIn Bubble vergessen. Was ist? Was ist in deiner LinkedIn Bubble passiert? bis auf das, dass die dich gelobt haben. Was ich überhaupt nicht gemerkt habe. Eigentlich.
00:15:49: Na Dankeschön.
00:15:53: Was ist in deiner LinkedIn Bubble passiert?
00:15:57: Insgesamt ist gerade. Ich würde sagen, es ist so ein so ein Mischmasch. Also letzte Woche war wirklich, ich würde sagen alles geprägt von DeepSec. Wirklich, wirklich. Jeder musste noch seinen Kommentar dazu abgeben, wie es denn sein kann oder was auch immer dieses mysteriöse chinesische Modell mit sich bringt. Ähm, ich finde immer spannend, wie ein so ein Thema aus 700 Varianten oder 700 Seiten beleuchtet werden kann. Und lustigerweise hat man schon auch immer wieder gemerkt, wie viele Posts davon Once again mit GPT kreiert worden sind.
00:16:43: Du meinst mit Deepsec.
00:16:45: Oder mit Deepsec oder wie auch immer? Ja, also das war so ein bisschen, ich weiß nicht. Irgendwie verschmelzen bei mir gerade die Welten, dass die Leute, die in ihrer. Was ist das? Ist das Headline? Also das, was unter dem Profilbild steht, aber meistens dann irgendwie. Experte für BPM oder ich transformiere deine Prozesse oder was auch immer steht, dass diese Menschen immer mehr auch über AI posten. Von daher. Letzte Woche war die Woche bei dir.
00:17:16: Mattes Ja, ich habe mir tatsächlich dadurch, dass wir auf dich noch. 25 Minuten mehr gewartet haben, als es eigentlich abgesprochen war, haben wir uns noch mal halt so durch ein bisschen durchgescrollt. Okay, und.
00:17:33: Dann hat sich doch gelohnt.
00:17:34: Ja.
00:17:35: Top vorbereitet jetzt.
00:17:36: Genau.
00:17:36: Und das hat sich überhaupt nicht gelohnt, weil ich kann das nur bestätigen. Ich glaube, Ich glaube, ich habe mindestens 100 Artikel durchgescrollt und ich glaube 98 davon waren über eins und zwei waren über Politik aus dem Wochenende oder aus Freitag. Es ist.
00:17:53: Aber.
00:17:54: Warum also haben ist, dass dieses dieses Fomo, also dass jeder denkt boah, ich muss jetzt Sachen posten, weil ich sonst keine Reichweite habe oder warum kommt das?
00:18:07: Ja, ganz klar. Hast du keinen Post gemacht?
00:18:11: Nee.
00:18:13: Mein Lieblings Hashtag ist kein Post. Also ich würde nicht sagen, dass ich jedes Mal, also dass ich den Inhalt komplett auslasse, aber.
00:18:22: Ich gebe das noch nicht zu.
00:18:24: Nein, aber.
00:18:26: Ich habe.
00:18:26: Einfach das Gefühl, dass das viele zu wenig. Also ohne das jetzt unterstellen zu wollen, aber dass zu wenig Content einfach da ist, auf den sich Leute stürzen, wo sie selber sagen Hey, das ist so der Bereich, den. Da habe ich eine Passion und lass mich nicht da gleich wegbringen davon. Nur weil ein neues Hype Thema kommt, sage ich mal, Also das vermisse ich generell so ein bisschen dieses auf Hype Trends Aufspringen in der LinkedIn Bubble, das halt man so leicht von seinen eigentlichen Standardthemen abweicht, wo man eigentlich tatsächlich wirklich vielleicht Experte ist, weil man jahrelang Erfahrung hat. Und dann kommt ein neues Thema, das halt von vielen irgendwie im Fokus ist und möchte da einfach mit auf den Zug aufspringen.
00:19:01: Dann postet aber lieber nur einmal in der Woche und nicht viermal.
00:19:04: Hm.
00:19:05: Ja, aber das ist deswegen, weil du den Algorithmus nicht bespielen kannst und die schon deswegen posten die viermal und die wissen ganz genau Dienstag um zehn, Mittwoch um acht, Donnerstag um 17:00. Die haben das alles durch.
00:19:18: Cool.
00:19:19: Ja, also ich glaube das, dass du dir einfach deswegen bekommst, weil viele Leute drauf springen wollen. Es gibt auch einige Artikel, die wirklich interessant sind.
00:19:28: Da muss man schon zugeben.
00:19:29: Nicht alles schlecht reden.
00:19:30: Ähm, man merkt aber, und das ist vielleicht das Ding, dass Januar war so ein krasser BPM Monat würde ich sagen auf LinkedIn, wo sehr viele von diesen. Die Themen von 20 25. Was passiert?
00:19:46: Nix.
00:19:47: Ja.
00:19:48: Also ganz ehrlich, ich habe. Ich habe nicht mal geschafft alles mir durchzulesen und viele davon waren echt gut und viele Leute haben sich sehr viel Mühe gegeben und ich glaube, die haben dann einfach bis jetzt bissel frei und deswegen ist halt nicht so viel großes passiert in unserem Umfeld und vielleicht deswegen kommt das so vor. Aber ich meine halt, letzte Woche war einfach brutal. Das ist nicht nur die Psyche, sondern dann ist auch Misstrauen rausgekommen. Dann ist irgendwie noch weitere zwei Module sind noch raus, das ist schon. Also es ist schon interessant und das beeinflusst halt alle Und manche versuchen das mit BPM zu verbinden. Das finde ich immer interessant. Das lese ich mir dann kurz durch und meistens kann man eigentlich nicht wirklich etwas daraus. Also nicht negativ. Also spannend wie was für Gedanken sich Leute machen. Aber nicht immer ist da halt wert. Genau deswegen würde ich auch sagen der BPM, Bubble, Bar, BPM, LinkedIn Bubble war nicht.
00:20:42: Doch.
00:20:43: Eine Sache. Eine Sache habe ich gesehen und die habe ich aber noch nicht getestet und die interessiert mich. Ganz viele BPM Tools oder BPM Tools posten ja quasi ihre Erweiterung gerade. Und letzte Woche, ich glaube, das war letzte Woche. Wenn mich nicht alles täuscht, kam bei Flowable ein neues Majorupdate oder größeres Update mit einem. Ich fand immer lustig, wie das immer überall herausgehoben wurde extra lizensierbarem Element. Das ist wirklich in jedem Post, dass man bitte das Extra bezahlen sollte. Das. Ja, das ist da einfach. Da würde ich gerne mal reinschauen. Ich habe es noch nicht geschafft zu testen. Bin bin sehr gespannt, wie das wird. Da ist ja schon ein kleiner. Ich werde jetzt mal ein kleines Wettrennen zwischen den einzelnen BPM Engines. Ich weiß, das kann man da ja Sehr, auch sehr stark Daran arbeitet. Ignacio. Mr. Nao. Ähm. Wie heißt unser? Heißen die Ioio. Ja, genau, Jost. Auch alle daran arbeiten deswegen fleißig. Ich habe immer. Ich habe immer den Song im Kopf.
00:21:55: Das war so ein kleiner. Ah ja.
00:21:59: Ein Marketinggag. Mega.
00:22:02: Das war richtig.
00:22:02: Cool.
00:22:04: Also, sagen wir, so viele versuchen herauszufinden, wo die das als Vorteile nutzen können. Ich habe mir das auch noch nicht detailliert angeschaut. Ich habe nur Document Processing gelesen. Aber ja. Ja, wird spannend. So die Thema.
00:22:23: Das Thema.
00:22:24: Das Thema. Pass mal auf, lieber Gast, du hast ja gesagt, dass du etwas migriert hast. Ich habe zufälligerweise mitbekommen, dass du das mit einem Tool gemacht hast, das auch aus Open Source Bereich kommt, Jedoch nicht einen, dass man in Deutschland so gut kennt. Also die Frage ist womit hast du das Projekt gemacht und was ist deine Meinung dazu? Also ich meine, du hast ja schon mit Camunda gearbeitet, Du hast mit ihr gearbeitet. Du hast sicherlich Sibi gesehen, vielleicht auch Activity, Das heißt, du hast einige Tools in der Orchestration schon gesehen. Deswegen kannst du auch eine Meinung dazu haben.
00:23:09: Keine Werbung.
00:23:11: Ja, ich wollte halt einfach eher das splitten, weißt du, damit es nicht in eine Richtung geht.
00:23:16: Nö, auf jeden Fall Insgesamt. Also das Tool erstmal heißt J Mix Joule Mix geschrieben und die Idee ist eigentlich Entwickler dabei zu unterstützen, möglichst einfach Anwendungen zu bauen. Also viele kommen ja eher aus dem Low Code Bereich, wo man versucht Endanwender oder Business Leute, sag ich mal zu unterstützen, dabei Anwendungen zu entwickeln. Bei dem Tool ist primär der Fokus dabei, den Entwickler in seiner täglichen Arbeit als Entwickler dabei zu unterstützen, möglichst einfach Dinge zu tun, die man halt so machen muss. Das heißt zum Beispiel Datenobjekte aufzusetzen, Entitäten, Das kann man quasi in der IDE selber. Das ist so der Kern, die Kernidee hinter dem Tool. Und ich fand es ziemlich cool, weil ich habe das Projekt übernommen, wusste von vornherein aber gar nicht, dass da auch eine BPM Engine drin ist und war dann sehr positiv überrascht, als ich mich dann mehr damit auseinandergesetzt habe und fand es ziemlich cool, als ich gesehen habe, dass dann tatsächlich auch eine Engine im Bauch steckt, die man verwenden kann und habe mich dann natürlich nicht gescheut, diese auch zu verwenden.
00:24:24: Und vielleicht Du hast gefragt nach dem Fazit auch, also wie mein Eindruck ist, ich persönlich arbeite ganz gerne damit. Also mir macht es richtig Spaß, weil man wirklich sehr schnell die Kernthemen, die man so die Kernherausforderung, die man hat, umsetzen kann. Das heißt, viele Anwendungsfälle, die man ja hat, basieren auf Daten. Und einer der schönsten Arten und Weise, Daten darzustellen, sind letztendlich noch Tabellen. Und ich würde auch sagen, an der Tabelle ist nichts verkehrt. Man möchte seine Daten irgendwie strukturiert anzeigen, man möchte sie sortieren, filtern, gruppieren, wie auch immer. Und mit diesen Daten eben Prozesse starten und auf Basis dieser Daten irgendwas machen. Dementsprechend finde ich es ganz cool, dass wirklich diese Dashboard Funktionalität um Tabellen darzustellen, um darauf zu arbeiten, sehr, sehr gut unterstützt ist. Das hat wirklich echt stark funktioniert. Auch wenn man dann Erweiterungen machen möchte, kann man das. Man muss allerdings dazu sagen, es ist ursprünglich quasi auf dem Java Framework war den basieren. Das heißt man muss sich da schon damit auskennen.
00:25:24: Das ist jetzt nicht der klassische Webstack. Wenn man aus dem Web Entwicklungsumgebung sbereich kommt, Wurde jetzt aber geändert zu einem neuen Framework. Ich glaube, es basiert im Hintergrund auch noch auf Vadim? Bin mir da aber nicht ganz sicher. Das heißt Floh. Yuri möchte es aber nicht zu sehr ins Detail gehen. Insgesamt diese diese Fokussierung auf Tabellen hat mir sehr, sehr gut gefallen. Es gibt noch einige andere Sachen, die mir gut gefallen. Man kann recht einfach Addons benutzen, die man verwenden kann, sei es Email Templates zum Beispiel. Es gibt auch Notifications Add on. Auch das ganze Thema Authentifizierung hat relativ gut funktioniert. Ich habe auch als erstes mein Keycloak davorgeschaltet und das war eigentlich ganz gut. Hat wenig Probleme gemacht, sage ich mal. Die Process Engines Unterstützung ist allerdings noch sehr rudimentär, muss ich sagen. Also zum Beispiel hätte ich es gerne gehabt, dass ich die Nachrichtenereignisse direkt mit dem Email Template verknüpfen kann und sagen kann Hey, ich kann da vielleicht gleich in dem Sendmessage Event, die das Email Template auswählen, das rausgeschickt werden soll.
00:26:27: Konnte das allerdings nicht machen, sondern musste einen Servicetask implementieren und dann das ganze technisch lösen, damit ich das E Mail Template Framework verwenden konnte, sind so Kleinigkeiten, die noch so ein bisschen hackeln. Aber bin auf jeden Fall gespannt, auf welchen Weg sich das Framework da begibt.
00:26:43: Ja, aber damit es klar ist und ich meine, das ist jetzt nicht dein Hobbyprojekt, sondern du arbeitest an dem Projekt für dein Auftraggeber. Ich war nie drin. Zu Info. Schon seit über ein Jahr, oder?
00:26:58: Genau. Ich habe angefangen so ganz nebenbei das zu machen und inzwischen ist es fast über ein Jahr, dass ich das betreue. Ja.
00:27:07: Und ihr habt auch ein paar produktive Endnutzer.
00:27:10: Genau. Wir haben Genossenschaften, sind quasi unsere Zielgruppe. Vielleicht, so viel kann ich auf jeden Fall sagen Es geht darum, die Genossenschaften irgendwie zu verwalten und die Mitglieder zu pflegen und alles drumherum, was an Prozessen da anfällt. Genau. Wir haben jetzt aktuell acht Genossenschaften, glaube ich, waren es inzwischen, die angeboaded sind. Sind gerade in der Onboarding zwei neue Genossenschaften und also es läuft produktiv. Es sind auch 3000 Endnutzer, die im Endeffekt auf der Mitgliederseite in den Genossenschaften das Ganze nutzen, um zu überlegen, was ich genau sagen darf und was nicht. Aber es ist auf jeden Fall produktiv, produktiv im Einsatz und funktioniert und läuft ganz gut und relativ stabil.
00:27:57: Was waren die größten Herausforderungen auf der technischen Seite?
00:28:01: Auf der technischen Seite? Naja, erstmal natürlich sich mit dem Framework an sich auseinanderzusetzen, das ist immer so eine gewisse Aufgabe oder Arbeit, die man halt machen muss, wenn man was nutzt, was man noch nicht kennt. Erstmal zu schauen, was für Probleme gibt es? Dann natürlich das ganze Thema Dokumentation ist so eine Sache. Man findet relativ schwer die Java Dokumentation dazu. Das da war ich dann ein bisschen habe ich selber ein bisschen rumgespielt. Also Dokumentation.
00:28:28: Shoutout.
00:28:29: An wirklich.
00:28:30: So unglaublich viele Tools. Leute, achtet mal auf eure Dokumentation. Das kann doch nicht sein, dass man das teilweise auch Enterprise Tools, die wirklich unglaubliche Lizenzpreise haben, dass eure Dokumentation wie von einem Viertklässler geschrieben sind.
00:28:47: Auf jeden Fall, ja, muss ich mich auch selber an die eigene Nase packen. Also das Tool selber bin ich auch gerade noch fleißig am dokumentieren, aber ich verstehe, warum das Thema immer hinten runterfällt. Leider. Aber wirklich, ich sag's euch, es macht euch das Businessmodell wesentlich einfacher und die Kunden so viel glücklicher, wenn einfach Dokumentation da ist, Weil dann nutzt man das gerne und hat Spaß dabei. Und ja, läuft. Ich überlege gerade noch so technische Herausforderungen.
00:29:15: Oder Nachteile des Frameworks?
00:29:16: Ja, ich überlege gerade. Das Lizenzmodell ist ganz interessant. Das ist ein bisschen anders gestaltet als andere Lizenzmodelle. Das heißt, man zahlt nicht direkt für die Nutzung, sondern eher also für die Entwicklung. Also man zahlt nicht lizenzkosten Wie viele Leute nutzen das dann quasi, wenn es produktiv ist, sondern eigentlich für dieses Plugin? In deiner Entwicklungsumgebung zahlt man Geld pro Entwickler und danach im Endeffekt, wenn es fertig ist, was wahrscheinlich nie der Fall ist, weil man ja noch Support usw auch machen muss, zahlt man entsprechend nichts mehr für die tatsächliche Verwendung in Produktion. Jetzt überlege ich aber gerade, ob das Vor oder Nachteile hat. Mein Mikrofon wurde gerade noch verschoben.
00:30:00: Aber.
00:30:02: Ähm, ja. Nachteile? Also wie gesagt, ich finde den größten Downside tatsächlich, wenn man aus dem Low Code Bereich kennt kommt und auch die Vorteile kennt, wie einfach und schnell man sich manchmal uis zusammenklicken kann. In manchen Tools vermisse ich das schon manchmal, weil man wirklich dann hergehen muss und selber irgendwie dann doch wieder mit Procode arbeiten muss und recht umständlich recht einfache Uis auch entwickeln muss und vor allem, wenn es dann in komplexere Prozesse auch geht. Ich glaube, da kann man recht cool auch mit anderen Tools arbeiten und sehr, sehr weit kommen, auch ohne eben dieses Pro Code Verständnis und generell einfach, dass halt wirklich nur Pro Code Entwickler auch unterstützt werden. Vor allem.
00:30:49: Ja, spannend, spannend. Ich wollte noch etwas fragen. Wenn du das Projekt von neu an schreiben könntest, was würdest du nehmen?
00:31:06: Es gibt ja verschiedene Sachen, die man da abwägen muss. Also die.
00:31:11: Ich meine.
00:31:12: Du könntest jetzt der Kunde, der kann sich halt vielleicht nicht erlauben, eine extreme Lizenzkosten.
00:31:18: Auf jeden Fall. Ich glaube.
00:31:19: Dass das.
00:31:20: Eines der wahrscheinlich ausschlaggebendsten Punkte oder Argumente für das Tool. Einerseits finde ich das Open Source Thema auch ganz interessant. Also dass der Code auch Open Source ist. Und halt einfach die Kosten. Also der Kunde könnte sich jetzt keine Lizenz von 20 30.040 1000 im Jahr leisten, weil ja 3000 Enduser. Enduser, die nicht dieses Tool täglich nutzen, also die einfach wie in der Behörde sage ich mal ihren Behördengang machen, sich einen neuen Ausweis bestellen, Die nutzen das vielleicht 123 mal im Jahr maximal und keine Poweruser. Von dem her.
00:32:00: Jetzt mal eine ganz harte Frage, Jungs. Würdet ihr so eine These? Würdet ihr sagen, dass dadurch, dass die aktuellen Workflow Engines BPM Engines, weil die so unglaublich hohe Lizenzkosten haben, dass man dadurch dass immer noch in der Nischenthema hat. Also ich denke da jetzt an einen Ich will jetzt nicht Äpfel und Birnen vergleichen, das sage.
00:32:26: Ich meinen.
00:32:26: Namen droppen Diesmal.
00:32:28: Nenne ich keine Namen. Also es ist ja bei fast allen Workflow Engine. Fast alle, die ich kenne, sind sehr teuer.
00:32:34: Fast alle Preise.
00:32:37: Und dann hat man im Gegensatz dazu ganz viel Ersatzlösungen, die heute irgendwo Preise von 7,99 € 10 € 15 € pro Nutzer haben, aber nicht viel höher. Dafür aber halt in der ganzen Firma oder in ganzen größeren Konzernen halt über alle Mitarbeiter aus geführt werden und so ein bisschen über die Masse gehen würde ich sagen. Aber einfach die Firmen es auch nehmen, weil es halt bezahlbarer ist, wo man sich eher bei einer Workflow Engine jetzt mal ganz banal gesagt dumm und dämlich bezahlt. Würdet ihr sagen, dass das eine ein hinderndes Thema ist? Ich verstehe jedes Tool, Das muss wirtschaftlich sein. Alles gut. Also darüber brauchen wir jetzt nicht diskutieren, dass das dass ich das Ganze wirtschaftlich sonst nicht rechnet. Aber ich würde schon sagen, also jetzt nur aus meiner Sicht. Ich glaube, wenn Prozessautomatisierung bezahlbarer wäre, würden es mehr Firmen große sowohl aus als sowohl als auch Mittelständler mehr probieren. Keese Wie seht ihr das?
00:33:42: Definitiv.
00:33:42: Also die, wie gesagt, die, die Leute, die mich kennen, die wissen, dass ich gerne auch kleinere Firmen automatisieren würde. Es gibt dafür. Das Problem ist, dass das Mit Tools wie JICs hat man einen Nachteil, dass man wirklich Experten braucht. Ich meine, du bist jetzt keine unerfahrene Entwickler, der sich erstmal das Ding anschaut, sondern jemand, der schon 345 Jahren mit solchen Tools gearbeitet hat. Die finden dann einfach selten und dann hat das trotzdem eineinhalb Jahre gedauert, dass ich halt eine Lösung hat, wo worauf ihr stolz seid. Das ist jetzt auch nicht klein. Man würde das mit einigen Tools, die wir kennen, aus dem Enterprisebereich sehr wahrscheinlich schneller schaffen. Jedoch sind die Lizenzkosten und die Folgekosten einfach viel höher und. Es ist halt so mühselig. Ich hoffe, dass irgendwann sich etwas findet, wo auch die normale Unternehmen, nicht nur die Konzerne damit arbeiten können. Es ist aktuell aber nicht so und klar, jedes Unternehmen, jeder Hersteller muss in Erwägung ziehen, welche Kunden kann er bedienen, Weil das Problem ist nicht, das Tool zur Verfügung zu stellen und dann sagen okay, die Lizenzen sind jetzt günstiger, das könnte jeder machen.
00:34:58: Aber ich glaube, abhängig von den Reifenmodell, von den Tool, die Möglichkeiten für Weiterbildung, von den Nutzer und den Support Levels ist das schwierig. Und wenn man sich dann dann die Tools gerade aus unserer Umfeld anschaut entweder hat man einen Experten Consulting Beratung oder halt sehr gut ausgebildete Leute oder die Lösungen sind nicht gut. Und ich glaube, das ist aktuell das Problem, dass man sich dann doch irgendwie auf so einen Locator hinsetzt. Dann schafft man schlechte Lösung. Nicht weil das Tool schlecht ist, sondern weil man halt nicht genug Erfahrung hat und vielleicht auch nicht genug Unterstützung von den Tools aus. Die Welt. Und dass dadurch halt ein Risiko entsteht, dass man eine Negativwerbung bekommt. Und wer macht diese Negativwerbung? Früher hat ein kleines Unternehmen sagt Ich habe das probiert und das war scheiße. Und das machen die in zwei Minuten irgendwo auf LinkedIn. Und ich glaube, das sind eigentlich die Erwägungen, dass die Tools dann machen und sagen okay, soll ich wenig Geld nehmen, um halt dieses Risiko entgegen zu gehen und das Risiko ist sehr hoch oder gehe ich nur die Konzerne?
00:36:05: Ich persönlich würde mir wünschen, dass wir viel, viel mehr Prozesse automatisieren. Aktuell habe ich aber dafür auch keine bessere Lösung als die Prozessakademie.
00:36:13: Daniel Darauf wollte ich jetzt nicht hinaus, aber.
00:36:21: Ja.
00:36:22: Ich kann mich da nur anschließen. Also ich bin auch sehr viel im ehrenamtlichen Bereich zum Beispiel unterwegs, sei es beim Bund Naturschutz oder wir haben einen eigenen kleinen Verein, wo wir auch gerade ein Buchhaltungstool schreiben für Vereine wiederum und wir haben auch eine Process Engine gesucht, die man einfach verwenden kann, auch möglichst einfach, natürlich und kostengünstig. Und es ist echt schwierig, was zu finden, was diese Enterprise Features, die man sich auch in dem Bereich manchmal natürlich wünscht, drin hat, aber sich dann nicht dumm und dämlich zahlt, sage ich mal ja.
00:36:53: Nehmen wir als Kategorie in unsere große Tool Übersicht auf. Nachdem Mattes schon fleißig Tool, Namen und Tool, also jegliche Art von Kategorisierungen sammelt, nehmen wir das mal natürlich auch als großen Punkt auf, auch wenn das immer sehr schwer zu ich sag mal neutral zu reporten ist, weil jeder größere Einkaufsprozess, jeder gute Sales Verkäufer macht natürlich seine eigene Magic, aber dass man vielleicht grobe Indikationen mitgibt. Ich glaube, das können wir uns rausnehmen. Genau.
00:37:28: Aber warte.
00:37:28: Warte. Um fair zu sein, es gibt Autos, die günstiger sind.
00:37:31: Ja, klar.
00:37:32: Also gerade. Ich glaube, Automate könnte man in der Richtung bringen. Oder halt auch. Es gibt. Es gibt noch was, es gibt noch. Es gibt noch andere. Jedoch sind die nicht für solche Lösungen einfach aktuell. Also damit wir da auch nicht böse sind, aber für Orchestrierung mit Task Management und halt die Anforderungen an einen richtigen Process Engine, dafür sind die nicht geeignet. Die sind eher so für die Prozesse, die man automatisiert in ein Arbeitsleben von von Leuten wo man halt nicht große Task Listen und sowas aufbaut. Also es gibt Tools wo man das machen kann, aber die sind meistens nicht so für große Prozesse, wo man mit 3000 Leuten und komplexeren Prozessen eigentlich arbeiten will und am Ende halt auch die komplette BPM Fähigkeit haben will. Und die kleinere Sachen hat man auch kleine Möglichkeiten voll.
00:38:25: Aber ich glaube, da haben wir jetzt ein Riesenthema aufgemacht. Da könnten wir jetzt noch Stunden.
00:38:28: Und noch etwas, noch etwas, damit ich dich einmal noch unterbreche. Der Christoph, der Prozesswizard hat doch letztes Mal gesagt, dass man Excel nutzen soll. Visio Ich habe. Ich habe im Kopf, dass man das er persönlich gesagt hat, dass Excel das Richtige ist. Ich kann das nicht bestätigen. Für Prozessautomatisierung vielleicht für Tabellen, aber er hat es gesagt. Also wenn nicht, würde er hier und würde er widersprechen.
00:38:54: Ich kenne auch Firmen, die Prozesse in Powerpoint malen. Also Leute, macht euch manchmal vielleicht einen kurzen Gedanken oder ein geht einen Schritt zurück, überlegt, ob das wirklich sinnvoll ist oder ob ihr nicht einfach Dokumentationsleichen erzeugt. Von daher, liebe Zuhörende, wir möchten euch nicht länger aufhalten auf eurem Arbeitsweg oder in eurer Freizeit. Von daher kommen wir zu overrated underrated. Ich möchte jetzt nicht mit unserem Gast anfangen, deswegen. Matusch.
00:39:29: Du kannst anfangen.
00:39:30: Na du? Doch.
00:39:32: Los geht's.
00:39:34: Hm.
00:39:36: Overrated. Lizenzkosten von BPM Tools. Overrated. Unsere ganzen LinkedIn Heinis. Ähm. Underrated. Ich. Ich glaube. Es so ein. So ein Know how über Frameworks, die existieren, wäre glaube ich ein ziemlich spannendes Thema. Ähm. Ich würde sagen. Äh, Dokumentation für Tools sind underrated. Deswegen, lieber Toolhersteller, aber auch lieber liebe Implementierungspartner die spannende Lösung bauen. Denkt immer schön an die Dokumentation. Das reicht. Zwei Punkte von jeder Kategorie.
00:40:34: Spannend. Also Overrated ist Bashing von BPM Tools. Da hast du das. Das wollte ich nicht als Erster gehen. Ja, ich bin.
00:40:46: Das ist kein Bashing, das sind einfach Fakten.
00:40:49: Ja, ich bin halt einfach nur der Meinung, dass es nicht so einfach ist. So, ich habe da. Ich würde mir wünschen, dass es einfacher ist, aber ich kann die komplett verstehen. Und viele, die ich gesehen habe und kennengelernt haben, wissen, warum die diese Modelle ausgewählt haben. Das ist nicht deswegen, weil die keine Ahnung etwas besonderes machen wollen, sondern weil es einfach notwendig ist, so aus deren Sicht und aus der Strategie, aus den Berechnung, aus den alles. Deswegen Ich kann da halt nicht so ganz. Sagen andere. Da bin ich voll bei dir. Ich würde mir wünschen, dass wir eine Lösung schaffen, womit auch die kleinere Unternehmen klarkommen. Da bin ich aber tatsächlich skeptisch aktuell, weil ich glaube, dass viele Open Source Tools früher oder später dann. Äh, wie soll ich das sagen? Dazu neigen, dass die sich doch schließen? So würde ich es nennen. Und das finde ich ein bisschen schwierig. Aber auf der anderen Seite ist es auch schwierig, so was auf die Beine zu stellen, weil man braucht sehr viele Leute.
00:42:05: Also lieber Gast, wenn du wirklich unsere Podcastfolgen hast, kennst du unser System overrated underrated. Deswegen It's your turn.
00:42:18: Ich fange mal mit Underrated an, da fallen mir gerade mehr ein. Ich würde sagen, dieses ganze Tabellen Feature, was ich vorhin aufgebracht habe, wird in einigen anderen Lowcode oder Prozessautomatisierung Tools stark unterschätzt. Da ist der Fokus doch mehr auf der Automatisierung an sich als auf der Darstellung und Filterung von den Tabellen. Overrated würde ich sagen. Vielleicht wäre dieses ganze Low Code Thema und Citizen Developer. Also wenn ich das jetzt bei Jicks wieder gesehen habe man kann auch wenn man die Entwickler noch mehr dabei unterstützt, ihre Aufgaben und Arbeiten effizient zu machen, auch da noch mal einiges an Zeit einsparen und braucht auch dann deswegen mehr Experten, weniger Experten in dem Bereich, weil die einfach effizienter arbeiten können. Auch. Und am Ende braucht man sie so oder so, weil wir haben Themen wie Migrationen usw und wenn sie sich in ihrem System und in der Domäne, weil sie es ja umsetzen, auch auskennen. Dann macht es ihnen das Leben auch einfacher, weil sie selber auch die Tabellen schnell zusammenklicken können und die Uis bauen können.
00:43:25: Aber mit dem Entwickler Knowledge, das Sie haben.
00:43:28: Okay, spannend.
00:43:31: Zwei spannende Texte. Ja, ich wollte ja auch gerade sagen. Dann würde ich sagen Matthias, willst du noch was sagen? Oder Sonst machen wir die Folge heute zu.
00:43:40: Naja, also ich kann mich nur bedanken, dass wir einen Ersatzcast hatten.
00:43:45: Liebe Zuhörende, vielen, vielen Dank, dass ihr wieder eingeschaltet habt. Heute eine, ich würde sagen deutlich technischere Episode. Ihr wisst, Donnerstag ist Prozessphilosophentag. Vielen lieben Dank. Und ich würde sagen, bis zur nächsten Woche. Tschüss.
00:44:01: Tschüss. Tschüss.
00:44:02: Hat mich gefreut.
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